Dienstag, 30. September 2008

Die Kacke ist am dampfen

Dieser Titel, im Ruhrpott ein geläufiger Begriff (bei den Amis als "shit hits the fan" bekannt, trifft die Sachlage im Moment ungemein richtig!

Eigentlich sollte ja das Verhältnis zwischen Arzt und Patient von Vertrauen geprägt sein .... das ist bei mir gerade arg ins Wanken geraten!

Dialysepatient bin ich seit Beginn 2004 und irgendwie war bei mir nie eine Auswahlmöglichkeit welche Dialyseform ich haben möchte - ich kann mich auf jeden Fall an keine Aufklärung darüber erinnern. Ich bekam einen Shunt und einen Demers-Katheder und war an der HD-Dialyse. Zuerst im Krankenhaus, später dann in einer KfH-Dialyse. Dort wurde ich dann über die Behandlung aufgeklärt - aber kein Wort über die möglichen Begleiterscheinungen! Die waren zu Beginn auch noch relativ harmlos, gelegentlich Krämpfe und so und die 4 Stunden gingen auch schnell rum! Zumal ich in guter Gesellschaft war und mit den Leuten gut reden konnte!

Nur binnen einem Jahr wurde immer mehr aufgestockt und ich musste letztendlich 5,5 Stunden machen!

Bei meinem Gewicht und ich ja wegen Restausscheidungen kaum Einschränkungen im Trinken habe, hatte ich immer so um die 3 Kilo "zu machen". Was weiterhin kaum für Probleme sorgte.

Ich war nebenher Trainer im American Football und hatte da auch kaum Probleme. Dann kamen die ersten Shuntverschlüsse, die aber mir Revision behandelt wurden! Aber auch die erste Neuanlage am linken Arm! Alsbald bildeten sich auch die für Dialysepatienten üblichen "Punktierunghuckel".

Mit den Dialyseärzten baute sich ein gute Verhältnis auf - mit dem Pflegepersonal sowieso! Allerdings bekam ich durch ReHa-Maßnahmen (Kur) und Urlaub in der Türkei auch Vergleichsmöglichkeiten. So bekam ich in der Kur auch den Hinweis auf die Schwerbeschädigung und die Rentenmöglichkeit (ich war damals eh arbeitslos!) Beides klappte sehr schnell und die Rente kam HARTZ IV zuvor!

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